Ein SEO-Bericht sollte erklären, was verändert wurde, was beobachtet wurde und welche Entscheidung daraus folgt. Schöne Kurven allein zeigen nicht, ob die Arbeit die Fragen Ihres Betriebs beantwortet.
Fragen Sie nach der Bezugsgröße
Bei einer Steigerung von 50 Prozent brauchen Sie die Ausgangszahl. Drei statt zwei Anfragen ergeben dieselbe relative Veränderung wie 300 statt 200, haben aber eine andere Aussagekraft. Lassen Sie absolute Werte, Zeitraum und Datenquelle ergänzen.
Prüfen Sie, ob vergleichbare Zeiträume gegenübergestellt werden. Unterschiedlich viele Werktage, saisonale Nachfrage und geänderte Messmethoden können einen Vergleich verzerren. Eine Erklärung sollte diese Einflüsse benennen, ohne jede ungünstige Entwicklung pauschal damit zu entschuldigen.
Trennen Sie Suchanfragen mit dem eigenen Firmennamen von anderen Suchanfragen, soweit die vorhandenen Daten das erlauben. Ein Anstieg bekannter Markensuchen kann beispielsweise mit einer anderen Werbeaktion zusammenhängen. Das macht ihn nicht wertlos, verändert aber seine Interpretation.
Lassen Sie erledigte Arbeit zeigen
Bitten Sie um konkrete Seiten und Änderungen. „Inhalte optimiert“ ist weniger überprüfbar als eine Liste bearbeiteter Leistungsseiten mit erläuterten Ergänzungen. Öffnen Sie einige Beispiele selbst und prüfen Sie, ob die Angaben sachlich stimmen.
Unterscheiden Sie die technische Fertigstellung von einer erhofften Wirkung. Eine Weiterleitung lässt sich direkt testen. Mehr passende Besucher sind ein späteres Ergebnis, das auch von anderen Umständen beeinflusst wird. Der Bericht sollte diese Ebenen nicht vermischen.
Fragen Sie außerdem, welche Aufgabe bewusst verschoben wurde und warum. Das zeigt, ob Prioritäten an begrenzte Zeit und Budget angepasst werden oder ob lediglich möglichst viele Aktivitäten aufgelistet werden.
Beenden Sie das Gespräch mit einer Entscheidung
Wählen Sie wenige nächste Schritte mit Zuständigkeit und Termin. Wenn eine Leistungsseite viele Besuche, aber unpassende Anfragen erhält, kann zunächst eine genauere Leistungsabgrenzung sinnvoll sein. Zusätzlicher Verkehr wäre dann nicht automatisch die erste Antwort.
Bewahren Sie Rohdatenexporte und Definitionen wichtiger Kennzahlen auf. Dadurch bleiben spätere Vergleiche verständlich, auch wenn ein Ansprechpartner oder Werkzeug wechselt.
Ein Bericht darf Unsicherheit enthalten. Bei kleinen Datenmengen ist „noch nicht belastbar“ oft die korrekte Aussage. Verlangen Sie dann eine konkrete Beobachtungsfrage und einen nächsten Prüftermin statt einer scheinbar eindeutigen Erfolgsgeschichte.
Ein Zahlenbeispiel gemeinsam auseinandernehmen
Angenommen, ein Bericht nennt 200 zusätzliche Besuche und fünf Anfragen. Fragen Sie zunächst, ob die fünf Anfragen tatsächlich diesen Besuchen zugeordnet werden konnten oder ob sie lediglich im selben Zeitraum eingingen. Beide Angaben können nützlich sein, dürfen aber nicht als identische Messung dargestellt werden.
Prüfen Sie anschließend die Passung. Waren die Anfragen im Einzugsgebiet und bezogen sie sich auf angebotene Leistungen? Eine hohe Anzahl unpassender Kontakte kann zusätzliche Arbeit verursachen. Vereinbaren Sie dafür einfache Kriterien, die der Betrieb ohne umfangreiche personenbezogene Auswertung anwenden kann.
Auch Kosten gehören in den richtigen Rahmen. Ein monatliches Honorar kann laufende Betreuung und einmalige Arbeiten enthalten. Vergleichen Sie nicht unbesehen einen Monat mit technischem Umbau und einen Monat mit normaler Pflege. Lassen Sie erklären, welche Arbeit wiederkehrend anfällt und welche abgeschlossen ist.
Falls ein Befund unklar bleibt, halten Sie ihn als offene Frage mit einem Verantwortlichen fest. Ein guter Bericht muss nicht jede Unsicherheit sofort lösen. Er sollte aber vermeiden, dass dieselbe ungeklärte Aussage jeden Monat erneut als gesicherte Erkenntnis erscheint.



