dng.MARKETING
NOTIZBUCH / NOTEBOOK
DIGITAL MARKETING / DE & EN
SEO & lokale Suche

Seitentitel schreiben, die den Inhalt benennen

Schreiben Sie eindeutige Seitentitel und unterscheiden Sie den eigenen Titel von der Darstellung in Suchergebnissen.

Browser mit einer Suchseite

Ein Seitentitel soll erkennen lassen, welchen Inhalt eine bestimmte Seite bietet. Er ist kein Behälter für möglichst viele Suchbegriffe. Besonders bei kleinen Websites entstehen Probleme, wenn jede Seite denselben allgemeinen Titel mit dem Firmennamen trägt oder mehrere unterschiedliche Leistungen in eine einzige Zeile gepresst werden.

Beginnen Sie mit der Hauptaufgabe der Seite. Eine Anleitung zur Vorbereitung eines Fototermins braucht einen anderen Titel als die buchbare Leistung selbst. Beide können den Begriff Bewerbungsfoto verwenden, sollten aber unterschiedliche Erwartungen auslösen.

Den Inhalt vor die Dekoration stellen

Formulieren Sie zunächst einen sachlichen Titel ohne Zusatzwörter. „Bewerbungsfotos: Kleidung und Vorbereitung“ benennt die Aufgabe. Ein Firmenname kann anschließend ergänzen, sofern er für Wiedererkennung hilfreich ist. Ein langer Werbeslogan verdrängt dagegen häufig die Information, um die es auf der Seite geht.

Wählen Sie Wörter, die der Text tatsächlich einlöst. Ein Titel mit „Preise“ benötigt verständliche Preisangaben oder eine nachvollziehbare Erklärung der Preisbildung. Eine reine Kontaktaufforderung erfüllt diese Erwartung nicht. Ebenso sollte „Vergleich“ eine echte Gegenüberstellung ankündigen und nicht nur ein einzelnes Angebot.

Vermeiden Sie mehrere nahezu gleiche Titel für unterschiedliche Seiten. Wenn Sie die Seiten selbst anhand der Titel nicht unterscheiden können, wird das auch für Besucher schwierig. Prüfen Sie die gesamte Titelliste gemeinsam, nicht nur jeden Eintrag isoliert im Redaktionssystem.

Titel und sichtbare Überschrift abstimmen

Der technische Seitentitel und die Hauptüberschrift müssen nicht wortgleich sein. Sie sollten aber denselben Inhalt beschreiben. Eine längere sichtbare Überschrift kann den Kontext ergänzen, während der Titel kompakter bleibt. Widersprechen sich beide, entsteht eine unklare Erwartung.

Die Google-Dokumentation zu Titelverknüpfungen erläutert, dass Suchergebnistitel aus verschiedenen Signalen erzeugt werden können. Der eigene Titel ist daher ein wichtiger Input, aber keine Garantie für eine unveränderte Anzeige. Eine abweichende Darstellung ist zunächst ein Anlass zur Prüfung, nicht automatisch ein technischer Defekt.

Kontrollieren Sie bei einer Abweichung, ob Titel, Hauptüberschrift und sichtbarer Inhalt noch zusammenpassen. Alte Jahreszahlen, unvollständige Vorlagen oder mehrere gleich stark hervorgehobene Überschriften können die Klarheit beeinträchtigen. Korrigieren Sie die inhaltliche Ursache, statt lediglich weitere Suchwörter anzuhängen.

Länge im Zusammenhang beurteilen

Es gibt keine universelle Zeichenzahl, die in jeder Suchansicht vollständig dargestellt wird. Gerätebreite, verwendete Zeichen und Darstellung können variieren. Schreiben Sie deshalb den unterscheidenden Inhalt früh und streichen Sie Wiederholungen. Ein kurzer, aber ungenauer Titel ist nicht automatisch besser als ein etwas längerer, der die Aufgabe klar benennt.

Bei mehreren Sprachen benötigt jede Version einen natürlichen eigenen Titel. Übersetzen Sie nicht mechanisch die Wortreihenfolge, wenn der Satz dadurch unverständlich wird. Der Zweck und die Abgrenzung der Seite müssen erhalten bleiben.

Nach einer Änderung dokumentieren Sie alten Titel, neuen Titel und den Grund. So lässt sich später nachvollziehen, welche Erwartung verändert wurde. Beurteilen Sie den Erfolg nicht allein an einem einzelnen Tag oder einer einzigen Suchansicht. Prüfen Sie zuerst, ob die Seite jetzt eindeutiger beschrieben ist und die versprochene Information tatsächlich liefert.

Daran können Sie anknüpfen.

Zur Themenübersicht ↗