Eine Projektgalerie zeigt zunächst nur, wie etwas aussieht. Damit Besucher die Arbeit einschätzen können, braucht das Bild einen nachvollziehbaren Zusammenhang. Bei einem renovierten Raum ist beispielsweise nicht erkennbar, ob der Betrieb nur den Boden verlegt oder den gesamten Umbau betreut hat.
Wählen Sie deshalb nicht ausschließlich die auffälligsten Fotos. Ein unspektakuläres Detail kann eine besondere Anforderung besser erklären als eine weite Raumaufnahme. Entscheidend ist, welchen Teil Ihrer Leistung das Bild tatsächlich belegt und ob Sie es veröffentlichen dürfen.
Drei Angaben neben dem Bild
Beschreiben Sie die Ausgangslage, den eigenen Leistungsumfang und eine relevante Entscheidung. Bei einer Treppe könnte die Ausgangslage ein abgenutzter Belag sein. Der Umfang könnte Schleifen und Oberflächenbehandlung umfassen. Die Entscheidung betrifft vielleicht eine Oberfläche, die zur vorhandenen Holzart passt. Diese Angaben sind konkreter als eine allgemeine Beschreibung eines „erfolgreichen Projekts“.
Kennzeichnen Sie Beiträge anderer Unternehmen, wenn sonst ein falscher Eindruck über die eigene Arbeit entstehen würde. Ein fertiger Raum enthält häufig Leistungen mehrerer Gewerke. Ihre Galerie muss nicht jedes Detail dokumentieren, sollte aber die eigene Rolle korrekt darstellen.
Ergebnisse brauchen ebenfalls Grenzen. Ein Foto kann die fertige Oberfläche zeigen, aber keine langfristige Haltbarkeit beweisen. Aussagen zu gemessenen Verbesserungen benötigen die zugehörige Messung und den Vergleich. Lassen Sie solche Zahlen weg, wenn sie nicht dokumentiert sind.
Auswahl statt Vollständigkeit
Ordnen Sie Projekte nach einer Eigenschaft, die Besuchern bei der Auswahl hilft: etwa Arbeitsart, Material oder Ausgangsproblem. Eine rein chronologische Sammlung kann sinnvoll sein, beantwortet aber nicht immer die Frage nach einem vergleichbaren Vorhaben. Wenige gut erklärte Beispiele sind oft leichter zu nutzen als viele unbeschriftete Bilder.
Achten Sie auf Wiederholungen. Zehn ähnliche Ansichten desselben Raums wirken umfangreich, liefern aber möglicherweise nur eine Information. Ergänzen Sie lieber ein Detailfoto, das eine schwierige Stelle oder eine wichtige Ausführung zeigt. Eine Bildunterschrift sollte genau dieses Detail benennen.
Vor der Veröffentlichung prüfen Sie Freigaben, sichtbare Namen, Hausnummern und private Gegenstände. Beschneiden oder ersetzen Sie problematische Aufnahmen. Ein anonymisiertes Projekt kann dennoch aussagekräftig sein, wenn Material und Aufgabe erkennbar bleiben.
Verlinken Sie von einem Beispiel zur passenden Leistungsbeschreibung. Dort sollten Interessenten erfahren, ob ein ähnliches Vorhaben angeboten wird und welche Angaben für eine Anfrage nötig sind. Die Galerie erhält dadurch einen konkreten Anschluss, ohne jedes Bild mit einer identischen Verkaufsaufforderung zu versehen.



